Arbeitszeiten in Sachsen-Anhalt sinken 2024 – diese Regionen stachen heraus
Arbeitszeiten in Sachsen-Anhalt sinken 2024 – diese Regionen stachen heraus
Sachsen-Anhalt verzeichnet leichten Rückgang der Arbeitszeiten 2024 – diese Landkreise arbeiten am meisten und am wenigsten
In Sachsen-Anhalt sind die durchschnittlichen Arbeitszeiten im Jahr 2024 leicht gesunken: Beschäftigte leisteten weniger Stunden als im Vorjahr. Auch die Gesamtarbeitszeit im Land ging um 0,4 Prozent zurück – ein Zeichen für verschobene Beschäftigungsmuster. Neue Daten zeigen, in welchen Regionen besonders viel oder besonders wenig gearbeitet wurde.
2024 betrug die durchschnittliche Jahresarbeitszeit pro Beschäftigtem in Sachsen-Anhalt 1.371 Stunden – eine Stunde weniger als 2023. Diese Zahl basiert auf Berechnungen zu Beschäftigtenzahlen auf Kreisebene und dem landesweiten Arbeitsvolumen, wobei die finalen Daten aus August 2025 stammen. Insgesamt wurden im Land 1.356,3 Millionen Arbeitsstunden geleistet, ein Rückgang um 0,4 Prozent im Vergleich zu 2023.
Am wenigsten wurde in Halle (Saale) gearbeitet, wo die Beschäftigten im Schnitt nur 1.348 Stunden erreichten. Ähnlich niedrige Werte verzeichneten Wittenberg, der Landkreis Mansfeld-Südharz und der Altmarkkreis Salzwedel. Spitzenreiter war hingegen der Saalekreis mit durchschnittlich 1.392 Stunden pro Person. Knapp dahinter folgten die Landkreise Börde, Anhalt-Bitterfeld und Jerichower Land mit Werten zwischen 1.384 und 1.388 Stunden.
Experten zufolge hängen diese Unterschiede stark von der lokalen Wirtschaftsstruktur ab: Regionen mit weniger Minijobs, Teilzeitstellen und Solo-Selbstständigen verzeichnen in der Regel höhere Arbeitszeiten. Trotz der regionalen Differenzen lag 2024 jedoch jeder Landkreis in Sachsen-Anhalt über dem Bundesdurchschnitt von 1.334 Stunden.
Der Rückgang der Arbeitszeiten spiegelt die anhaltenden Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt Sachsen-Anhalts wider. Während einige Regionen weiterhin längere Arbeitswochen aufweisen, zeigen andere den bundesweiten Trend zu mehr Teilzeit und flexiblen Beschäftigungsformen. Die Daten, die Ende 2023 für eine bessere regionale Genauigkeit angepasst wurden, geben ein klareres Bild davon, wie sich die Arbeitsmuster im Land unterscheiden.
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