Warum das Ehegattensplitting die CDU/CSU spaltet und Frauen benachteiligt
Unionspolitiker verteidigen die Gattenklausel - Warum das Ehegattensplitting die CDU/CSU spaltet und Frauen benachteiligt
Das deutsche Ehegattensplitting, das gemeinsame Einkommensteuermodell für verheiratete Paare, bleibt ein umstrittenes Thema. Politiker von CDU und CSU verteidigen die Regelung vehement gegen Forderungen nach Reform oder Abschaffung. Studien und internationale Organisationen argumentieren hingegen, dass das aktuelle System Frauen davon abhalte, mehr Stunden zu arbeiten.
Die Debatte verschärfte sich, nachdem die OECD Deutschland empfahl, das Ehegattensplitting abzuschaffen, um die Erwerbstätigkeit von Frauen zu steigern. Ökonomen unterstützen diese Position und behaupten, die Regelung zementiere geschlechtsspezifische Ungleichheit, da sie Haushalte mit großen Einkommensunterschieden begünstige. Eine Studie der Bertelsmann Stiftung ergab, dass die Hälfte der verheirateten Frauen zwischen 45 und 66 Jahren durch das Steuersystem keinen finanziellen Anreiz hat, ihre Arbeitszeit zu erhöhen.
Trotz dieser Kritik lehnen Unionspolitiker Änderungen ab. Klaus Holetschek, Vorsitzender der CSU-Landesgruppe im Bundestag, argumentierte, eine Abschaffung des Systems würde die Steuern für Familien erhöhen. Er bezeichnete das Ehegattensplitting als ein faires und verfassungskonformes Prinzip, nicht als staatliche Subvention. Gordon Schnieder, CDU-Landesvorsitzender in Rheinland-Pfalz, pflichtete ihm bei und versprach, verheiratete Paare nicht mit zusätzlichen Steuerlasten zu belasten. Er lobte das Modell, da es Familien die freie Wahl ihrer Work-Life-Balance ermögliche.
Innerhalb der CDU mehren sich jedoch Stimmen für eine Reform. Familienministerin Karin Prien schlug vor, das Ehegattensplitting durch ein Familiensplitting zu ersetzen – ein familienbasiertes Steuermodell. Sie räumte ein, dass diese Idee in ihrer Partei zunehmend auf Zustimmung stoße. Dennoch blieben alle Reformvorschläge – auch von Grünen und SPD – über Jahre hinweg ohne Umsetzung. Daten des Statistischen Bundesamtes zeigen, dass der Anteil von Frauen in Teilzeit oder Minijobs zwischen 2020 und 2025 stabil bei 45–50 % der weiblichen Erwerbstätigen lag.
Der Streit um das Ehegattensplitting dauert an, ohne dass gesetzgeberische Schritte folgen. Während die Unionsparteien am Status quo festhalten, verweisen Kritiker auf die Auswirkungen des Systems auf die Gleichberechtigung und den Arbeitsmarkt. Vorerst bleibt das Steuermodell unverändert – und bei den Beschäftigungsmustern von Frauen zeichnet sich keine spürbare Veränderung ab.
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