Tarifstreit bei der Hamburger Hochbahn: Verdi und Arbeitgeber bleiben hart
Noch keine Einigung im Lohnstreit bei der HVV - Tarifstreit bei der Hamburger Hochbahn: Verdi und Arbeitgeber bleiben hart
Tarifverhandlungen zwischen Hamburger Hochbahn und Verdi gescheitert
Die Lohnverhandlungen zwischen der Hamburger Hochbahn und der Gewerkschaft Verdi sind ohne Einigung gescheitert. Die beiden Seiten bleiben in den Fragen nach Lohnerhöhungen und der Laufzeit des neuen Tarifvertrags uneins. Weitere Gespräche sind für den 23. März angesetzt, doch neue Streiks wurden vorerst nicht angekündigt.
Die Hamburger Hochbahn hatte einen 30-Monats-Vertrag mit gestaffelten Lohnerhöhungen in Höhe von insgesamt 8,1 Prozent vorgeschlagen. Das Unternehmen argumentierte, eine längere Laufzeit biete Planungssicherheit und verweise auf ähnliche Regelungen in anderen deutschen Städten. In den vergangenen fünf Jahren lag das jährliche Lohnwachstum im Durchschnitt bei 4,2 Prozent – ein inflationsbereinigter Anstieg, der mit den Entwicklungen bei der Berliner BVG, der Münchner MVG und den Kölner KVB vergleichbar sei.
Verdi lehnte das Angebot ab und fordert stattdessen einen 12-Monats-Vertrag. Die Gewerkschaft schlug eine Grundlohnerhöhung von 3,4 Prozent oder mindestens 150 Euro pro Monat vor. Zudem warf sie der Hochbahn vor, eine Arbeitszeitverkürzung als Teil der Lohnerhöhung zu tarnen.
Der Hauptstreitpunkt bleibt die Vertragslaufzeit. Verdi verwies auf die globale wirtschaftliche Unsicherheit als Grund, langfristige Bindungen zu vermeiden. Da keine Einigung erzielt wurde, kehren beide Seiten Ende März an den Verhandlungstisch zurück.
Das Scheitern der Gespräche lässt die Löhne der 5.000 Hochbahn-Beschäftigten vorerst ungelöst. Die anstehenden Verhandlungen am 23. März werden zeigen, ob ein Kompromiss möglich ist. Bis dahin läuft der Betrieb wie gewohnt weiter – akute Streiks sind nicht geplant.
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