RTL-Sketch über Gil Ofarim löst Empörung wegen antisemitischer Klischees aus
RTL-Sketch über Gil Ofarim löst Empörung wegen antisemitischer Klischees aus
Eine kürzlich ausgestrahlte TV-Sondersendung mit Stefan Raab hat für Empörung gesorgt, nachdem der Sänger Gil Ofarim mit antisemitischen Klischees lächerlich gemacht wurde. Der Beitrag, der auf RTL zu sehen war, stellte Ofarim auf eine Weise dar, die viele Zuschauer als beleidigend empfanden. Nach massiver öffentlicher Kritik nahm der Sender die gesamte Sendung von seiner Streaming-Plattform.
Die Kontroverse kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Ofarims Ruf in Deutschland bereits durch frühere juristische Auseinandersetzungen und Medienberichte schwer beschädigt ist.
Der Vorfall ereignete sich in einer vorproduzierten Sequenz von Raabs Comeback-Show, die RTLs sinkende Einschaltquoten wiederbeleben sollte. In dem Sketch wurde Ofarim als jemand mit einem "Betrüger-Gen" dargestellt, das er von einem fiktiven "Onkel Samuel" geerbt habe. Es wurde angedeutet, er habe besonders "in der jüdischen Gemeinschaft" Erfolg – während im Hintergrund orthodoxe Juden tanzten. Die Darstellung löste sofortige Kritik aus; Beobachter warfen der Sendung vor, schädliche Stereotype zu verstärken.
Ofarims öffentliches Ansehen hatte bereits unter seiner Verurteilung im Jahr 2024 gelitten, nachdem er 2021 fälschlicherweise einen Mitarbeiter eines Leipziger Hotels des Antisemitismus beschuldigt hatte. Anfangs hatten viele Verständnis für seine Behauptungen gezeigt, doch das Gerichtsurteil enthüllte, dass die Vorwürfe erfunden waren. Seither bezeichnen deutsche Medien – darunter Bild und Der Spiegel – ihn als "Lügner" und "Aufmerksamkeitshascher". Seine Auftritte in Reality-Shows wie Prominent getrennt und Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! zementierten seinen Ruf als diskreditierte Persönlichkeit, die oft in Memes für ihre instrumentalisierten Opfererzählungen verspottet wird.
Schon vor Ausstrahlung des RTL-Specials gab es online heftige Diskussionen über Ofarims geplante Teilnahme an Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! Seine Wikipedia-Seite behauptet, er "pflege seine jüdischen Wurzeln", doch einen Verwandten namens Samuel gibt es nicht. Der jüngste Beitrag vertiefte die Kontroverse nur noch, und RTL distanzierte sich später in einer Stellungnahme von "allen Formen des Antisemitismus". Doch der Schaden war bereits angerichtet: Nutzer in sozialen Medien verurteilten den Sketch als exotisierende Darstellung jüdischer Identität und als Nährboden für Verschwörungstheorien.
Trotz des Aufschreis gehen Branchenkenner davon aus, dass weder RTL noch Raab langfristige Reputationsschäden drohen. Die schnelle Entfernung des Inhalts könnte die Folgen begrenzen, doch der Vorfall hat die Debatte über Antisemitismus in der deutschen Unterhaltungsbranche neu entfacht.
Die Streichung des RTL-Specials unterstreicht die Sensibilität im Umgang mit antisemitischen Klischees in den Medien. Ofarims Fall – geprägt von juristischen Konsequenzen und öffentlicher Bloßstellung – dient als abschreckendes Beispiel dafür, wie erfundene Vorwürfe nach hinten losgehen können. Gleichzeitig wirft der Vorfall grundsätzliche Fragen auf, wie jüdische Persönlichkeiten in der deutschen Popkultur dargestellt werden.
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