Zeitarbeit in Sachsen-Anhalt bricht 2025 um fünf Prozent ein – was steckt dahinter?
Temporär Arbeit in Sachsen-Anhalt setzt weiter ab - Zeitarbeit in Sachsen-Anhalt bricht 2025 um fünf Prozent ein – was steckt dahinter?
Zeitarbeit in Sachsen-Anhalt geht 2025 spürbar zurück
In Sachsen-Anhalt ist die Zeitarbeit im Jahr 2025 deutlich zurückgegangen. Aktuelle Zahlen zeigen, dass immer weniger Beschäftigte kurzfristige Einsätze annehmen – die Zahl sank im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozent. Experten führen diesen Trend auf die schwächere Wirtschaftslage und eine nachlassende Nachfrage in Schlüsselbranchen zurück.
Im Juni 2025 arbeiteten in der Region etwa 14.700 Menschen über Zeitarbeitsfirmen. Das sind rund 700 weniger als im gleichen Zeitraum 2024. Markus Behrens, Leiter der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit, führt den Rückgang auf wirtschaftliche Unsicherheiten zurück.
Zeitarbeitnehmer sind vor allem in der Logistik und im industriellen Bereich tätig, insbesondere in Lagerhaltung und Metallverarbeitung. Trotz des allgemeinen Rückgangs vermittelten Zeitarbeitsfirmen im vergangenen Jahr noch etwa 6.400 Arbeitslose in Beschäftigung – allerdings 200 weniger als 2024.
Auch bei der Zusammensetzung der Belegschaft zeigen sich Veränderungen: Während die Zahl der deutschen Zeitarbeitnehmer um etwa 1.100 sank, stieg die der ausländischen Beschäftigten in diesem Sektor um rund 200. Zudem meldeten sich etwa 7.200 ehemalige Zeitarbeitnehmer als arbeitslos, wobei fast drei Viertel zuvor in ungelernten Tätigkeiten beschäftigt waren.
Bei der Zeitarbeit sind die Beschäftigten formal bei einer Verleihfirma angestellt, werden aber kurzfristig an andere Unternehmen ausgeliehen. Dennoch bleibt ihr Anteil an der Gesamtbeschäftigung in Sachsen-Anhalt mit nur zwei Prozent aller Erwerbstätigen gering.
Der Rückgang der Zeitarbeit spiegelt die allgemeinen wirtschaftlichen Herausforderungen in Sachsen-Anhalt wider. Es gibt weniger kurzfristige Stellen, und immer mehr ehemalige Zeitarbeitnehmer sind nun auf Arbeitslosenunterstützung angewiesen. Die Entwicklung deutet auf anhaltende Anpassungsprozesse am Arbeitsmarkt hin, während die Nachfrage in den Branchen schwankt.
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