Halle (Saale) setzt mit Housing First auf revolutionäre Wohnungslosenhilfe
Halle (Saale) setzt mit Housing First auf revolutionäre Wohnungslosenhilfe
Neues Wohnungslosenhilfe-Projekt in Halle (Saale) gestartet mit immowelt und model
In Halle (Saale) ist in diesem Jahr ein innovatives Projekt zur Unterstützung von Wohnungslosen an den Start gegangen. Unter dem Namen Housing First bietet die Initiative Menschen in Not sofortigen und bedingungslosen Zugang zu Wohnraum. Das Konzept stößt bereits bei anderen deutschen Kommunen auf Interesse, die nach neuen Lösungsansätzen suchen.
Das Housing First-Modell bricht mit herkömmlichen Methoden der Wohnungslosenhilfe, indem es Hürden für den Bezug einer Wohnung abgebaut. Teilnehmer müssen keine Abstinenz, Beschäftigung oder Therapieteilnahme nachweisen, um eine Bleibe zu erhalten. Stattdessen erhalten sie zunächst eine stabile Unterkunft – kombiniert mit individuellen sozialpädagogischen Angeboten, die ihnen helfen, langfristig in der Wohnung zu bleiben.
Aktuell profitieren rund 30 Personen von dem Programm. Der Stadtrat von Halle (Saale) führte das Pilotprojekt 2024 ein, um neue Wege in der Wohnungslosenhilfe zu erproben und weiterzuentwickeln. Ein zentrales Element ist die digitale Plattform des Projekts, die auch andere Kommunalverwaltungen neugierig macht, die ähnliche Vorhaben planen.
Bei einem kürzlichen Arbeitstreffen tauschten sich der Projektleiter Sascha Scheler-Meschkat aus Halle und Aicha Tafzi, die in Bernburg für die Wohnungslosenhilfe zuständig ist, über die Struktur des Projekts aus. Themen waren unter anderem die Zusammenarbeit mit Wohnungsanbietern sowie die finanziellen Vorteile, die sich durch die Vermeidung von wiederkehrender Obdachlosigkeit ergeben. Die Kooperation mit Sozialbehörden stellt sicher, dass die Teilnehmer die passende Unterstützung erhalten, um ihre Wohnung zu halten.
Das Housing First-Pilotprojekt in Halle (Saale) markiert einen Wandel in der regionalen Wohnungslosenhilfe. Durch die Kombination aus sofortiger Unterbringung und maßgeschneiderter Begleitung soll den Betroffenen eine dauerhafte Perspektive ermöglicht werden. Andere Städte beobachten das Vorhaben genau – und prüfen, ob sich das Modell auch bei ihnen umsetzen lässt.
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